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Urnengräber sind gefragt − Gemeinde will reagieren
Breiten Raum nahm in der jüngsten Sitzung des Kirchberger Gemeinderates das Thema Urnengräber ein. Kämmerer Gigl erläuterte mit Bildern die Situation am gemeindlichen Friedhof in Kirchberg und betonte, man solle frühzeitig eine Erweiterung planen. Derzeit stelle er vermehrt die Nachfrage an Urnengräbern fest. Eine Belegung von (neuen) Einzel-grabstätten zur Bestattung einer Urne wolle die Gemeinde wegen des geringen Einzelgrabangebotes eher vermeiden.
Anhand von Beispielen anderer Friedhöfe erläuterte Gigl verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zur Erstellung von Urnengräbern. Die bestehende Urnenwand wird, möglicherweise wegen der beengten Verhältnisse an Festtagen, nicht gut angenommen. Die Tendenz gehe jedoch derzeit zur Erdbestattung von Urnen, so Gigl.Mit der Schaffung kleinerer Urnengräber könne man eine kostengünstige Bestattungsalternative schaffen. Als Alternativen stellte Gigl das anonyme Urnenfeld, den Friedwald, die Urnenmauer mit vorgelagertem Gräberfeld und das Urnengrab ähnlich einer Kindergrabstätte vor.
Auf Gigls Vorschlag hin soll sich der Bau- und Umweltausschuss jetzt die Situation am Friedhof anschauen.
Erneut diskutiert hat der Gemeinderat über den Antrag der Abschlussschüler der Volksschule auf Bezuschussung der fünftägigen Abschlussfahrt nach Kroatien. Bürgermeister Alois Wenig schickte voraus, er habe zwischenzeitlich die Richtlinien der Nachbargemeinde Bischofsmais nochmals erörtert. Wenig appellierte an das Lehrerkollegium, im Sinne aller Schüler sich künftig auf kostengünstigere Abschlussfahrten zu konzentrieren, da es nicht jeder Familie möglich sei, entsprechende hohe Aufwendungen zu tragen.
Gemeinderat Dr. Ronny Raith betonte, dass entsprechende Fahrten als reine freiwillige Leistung der Gemeinde anzusehen seien, da sie keinen Ausbildungs- oder Lehrzwecken dienen. Zudem würden solche Fahrten bereits durch den Elternbeirat und den Förderverein unterstützt. Gemeinderätin Maria Bauer schlug einen Zuschuss von zehn Euro pro Schüler vor , Max Schiller warb für die Bischofsmaiser Regelung, wonach es pro Tag und Schüler 2,50 Euro gibt.
Schul-Abschlussfahrt:
Gemeinde gibt Zuschuss
Der in der Sitzung anwesende Konrektor Franz Grötzner bezeichnete eine Beteiligung der Gemeinde an den mehrtägigen Fahrten als „kleinen Obulus für die Schüler“, er betonte die Bedeutung der Jugend für die Zukunft der Gemeinde. Zudem sei der pädagogische Wert der Abschlussfahrt nicht von der Hand zu weisen.
Schließlich beschloss das Gremium mit 13 gegen zwei Stimmen, dem Antrag von Max Schiller zu folgen. Zugleich wurde festgelegt, dass für künftige mehrtägige Fahrten der Schüler auf Antrag ein pauschaler Zuschuss in Höhe von 2,50 Euro je Kirchberger Schüler gewährt wird.
Thomas Geier aus Laiflitz hatte den Antrag eingereicht, die Gemeinde möge doch die Sanierungsarbeiten am örtlichen Kinderspielplatz bezuschussen, die die Dorfgemeinschaft derzeit tätigt. Geier hatte einen Materialkostenvoranschlag über 944,74 Euro beigelegt; sämtliche Restkosten und die Arbeitsleistung werde durch die Dorfbewohner übernommen. Kämmerer Gigl erläuterte, dass in einem Vergleichsfall einer anderen Dorfgemeinschaft im Jahr 2010 ein Materialkostenzuschuss von 300 Euro gewährt worden war. Und so beschloss der Gemeinderat, auch für Laiflitz maximal 300 Euro zu geben.
Erneut auf der Tagesordnung stand das Staub-Problem am Waldweg in Zell. 3. Bürgermeister Gerhard Penn erläuterte den Antrag der Anlieger, die sich eine zusätzliche Beteiligung der Gemeinde an einer Staubfreimachung des Waldweges wünschen. Von den sechs Anliegern würden sich nach derzeitigem Stand lediglich drei freiwillig an den entstehenden Kosten beteiligen. Als siebten Anlieger könne man, so Penn, die Gemeinde bezeichnen − ihr gehört der Sportplatz, dessen Nutzer ja ebenfalls viel Staub aufwirbeln.
Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat daraufhin, dass sich die Gemeinde mit einem Siebtel an den Kosten der Staubfreimachung beteiligt, außerdem soll sie gemäß Straßenausbaubeitragssatzung den Gemeindeanteil in Höhe von 20 Prozent übernehmen. Durchgeführt werden soll die Maßnahme aber nur, wenn sich die Anlieger an der festgesetzten Umlage beteiligen.
Keinerlei Einwände hatte das Gremium gegen den Bauantrag von Sieglinde und Hellmut Grundwürmer, Kirchberg, auf Ausbau des Dachgeschosses und Nutzungsänderung von Wohnräumen in eine Heilpraktikerpraxis in der Kühbachstraße.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 15.07.2011






