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Räte lenken ein: Mobilfunksender darf auf Gemeindegrund am Kirchenberg stehen

Handy-Nutzer im Ortsgebiet von Kirchberg dürfen wieder hoffen: Nach fast einjähriger "Funkstille" haben sich jetzt die Gemeinde und die Deutsche Telekom auf eine Lösung geeinigt. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden, dass die Gemeinde ein Grundstück am Kirchenberg für einen Sendemasten zur Verfügung stellen wird. Der alte Sender war im Dezember 2010 abgeschaltet worden, nachdem der Hausbesitzer den Vertrag gekündigt hatte.
Bürgermeister Alois Wenig hatte in der Sitzung zunächst darauf verwiesen, dass die Gemeinde nunmehr seit geraumer Zeit auf der Stelle trete und dass die an die Telekom weitergemeldeten Standorte privater Anbieter durchwegs nicht tauglich seien. Den Ausschlag gab dann − neben den vielen Klagen aus dem Ort wegen des schlechten Mobilfunk-Empfangs − die jüngste Stellungnahme der Deutschen Telekom zum Thema Mobilfunkmast.
Die Telekom hatte in ihrem Schreiben verschiedene Grundstücke im Bereich des Kirchenbergs favorisiert. Vor allem sei ein von der Gemeinde zur Verfügung gestelltes Grundstück wegen der Planungssicherheit wünschenswert. Unter anderem sei das Wasserhochbehälter-Grundstück gut geeignet. Aber auch das Rathausdach sei in der "engeren Wahl". Am Kirchenberg sei lediglich mit einer Masthöhe von zehn Metern zu rechnen, was optisch durchaus verträglich sei, so die Telekom.
Im Verlauf der anschließenden Diskussion wurden im Gemeinderat verschiedene Standorte im Bereich Kirchenberg angesprochen. Letztlich betonten die Gemeinderatsmitglieder Michael Kronschnabl und Josef Weinmann, dass die derzeitige Mobilfunksituation nicht tragbar sei und die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten schnellstmöglich für Abhilfe zu sorgen habe. Gemeinderat Werner Ulrich betonte, dass die Telekom generell gemeindeeigene Grundstücke zur Errichtung von Mobilfunkstationen bevorzuge, und dass bei einer gemeindlichen Zusage laut seinen Informationen umgehend weitere Planungen angestellt werden könnten. Weinmann stellte den Antrag, eine Teilfläche des Gemeindegrundstücks rund um den Hochbehälter zur Verfügung zu stellen. Diesem Antrag stimmte das Gremium mit 16 zu null Stimmen zu. Wo genau ein Sendemast aufgestellt werden kann, muss noch geklärt werden. In jedem Fall will Wenig die Beeinträchtigung des Ortsbildes und des Kirchenumfeldes vermeiden.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 12.10.2011






