22.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten
Modellvorhaben energieeffizenter Neubau − ein neuer Fördertopf?
Eine Entscheidung, ob die Gemeinde sich bei dem geplanten Umbau der Untermitterdorfer Schule zum Dorfkulturhaus bei dem Modellvorhaben energetischer Neubau bewerben soll, ist vorerst zurückgestellt. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, erst eine Besprechung mit der Projektleitung, dem Bauherrn sowie den Planern am 10. August im Rathaus abzuwarten.
Bürgermeister Alois Wenig berichtete den Gemeinderäten in der letzten Sitzung, dass die Gemeinde sich für das Projekt Dorfkulturhaus beim Modellvorhaben zum energieeffizienten Neubau von Nichtwohngebäuden beworben habe. Ein neuer Fördertopf? Deutschlandweit werden nur 20 Neubauten gefördert, wobei die eigene Bewerbung laut Wenig in der engeren Wahl sei. Allerdings könne erst nach der Besprechung im Rathaus über die Teilnahme am Modellversuch entschieden werden.
Schriftführer Helmut Huber erläuterte den Gemeinderäten die vorbereitete Kostenaufstellung der Verwaltung. Laut Planungsbüro seien zur Erfüllung des Standards KffW-Effizienthauss Mehrkosten in Höhe von rund 20 000 bis 30 000 Euro erforderlich. Dem gegenüber seien die erreichbaren Zinseinsparungen wegen der äußerst günstigen Zinskonditionen bei rund 32 000 Euro − nach den heutigen Zinssätzen.
Zusätzlich könne, so Huber, nach Ende der Projektlaufzeit ein Sonderzuschuss in Höhe von 5000 Euro beantragt werden. Unter der Voraussetzung freilich, dass alle Anforderungen an das Modellvorhaben durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als erfüllt bestätigt werden. Die entscheidende Frage wird sein, ob sich die Mehrkosten tatsächlich als geringer herausstellen wie Zinseinsparungen plus Sonderzuschuss. Das soll bei dem Treffen am 10. August möglichst geklärt werden.
Der Gemeinderat beschloss auf Anraten der Verwaltung, die Entscheidung auf die nächste Sitzung (voraussichtlich am 17. August) zu verschieben. Bei der dann auch ein Vertreter der Architekturschmiede Kirchdorf zur Entscheidungsfindung eingeladen werden soll.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 06.08.2011






