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22.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Mit Laternen zum Rorate-Gottesdienst

Mit Laternen zum Rorate-Gottesdienst

Nur wenige Parkplätze vor der Pfarrkirche waren beim ersten Adventsrorate belegt. Dennoch war das Gotteshaus auf dem Kirchenberg gut gefüllt. Die Kirchenbesucher waren nämlich am Vorabend des ersten Advents wie in alten Zeiten mit Laternen zu Fuß nach Kirchberg zur Pfarrkirche marschiert.
Viele davon kamen in Gruppen aus den Dörfern rund um das Pfarrdorf. Den weitesten Weg hatten dabei wohl die Rorategänger aus der Filialgemeinde Zell auf sich genommen. Mit heißem Punsch, von Pfarrgemeinderätin Helga Ertl zubereitet, konnten sich die Laternenträger am Ziel, der St.-Gotthard-Pfarrkirche, aufwärmen.
In die von den vielen Laternenlichtern erhellte Pfarrkirche zogen dann Pfarrer Bernhard Saliter und Diakon Alfons Kopp, begleitet von einer großen Ministrantenschar, ein. Nach der Segnung des Adventskranzes entzündete Saliter die erste Kerze und eröffnete damit die vierwöchige Adventszeit.
In seiner Ansprache betrachtete Diakon Kopp die Adventszeit unter den zwei großen Vorzeichen: Vorfreude und Vorbereitung. Für den Christen hieße das zum einen, sich auf das Fest der Ankunft Gottes in der Geburt Jesu zu freuen. Dazu gehöre auch, sich Zeit füreinander Zeit zu nehmen, um in friedlicher Stimmung miteinander zu singen, zu beten oder auch nur zu basteln und die Wohnung zu schmücken. Aber die Adventszeit solle zum anderen auch dazu dienen, sich innerlich auf die Feier der Ankunft Jesu in seiner Geburt vorzubereiten. Advent bedeute auch sich vorzubereiten auf die zweite Ankunft Gottes am Ende der Zeit.
Adventliche Stimmung verbreitete der Kirchenchor unter Leitung von Antonia Radlinger mit ursprünglichen Adventslieder. Aber auch die Kirchengemeinde begrüßte die Adventszeit mit dem traditionellen Kirchenlied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit". Einen besonderen Dank der Pfarrei richtete Pfarrer Saliter am Schluss des Rorates an den Kirchberger Gartenbauverein, dessen Mitglieder die großen Adventskränze für die Kirche und die Marienkapelle gebunden hatten.

Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 01.12.2011