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Kirchberg stockt auf drei Ganztagsklassen auf
Wie Bürgermeister Alois Wenig in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte, wird im Schuljahr 2011/2012 laut einer durchgeführten Elternumfrage Bedarf nach einer erneuten Ganztagsklasse im Jahrgang 7 bestehen. Die beiden derzeit bestehenden Ganztagsklassen würden in der 8. und 9. Klasse weitergeführt. Wenig schlug vor, die Trägerschaft für drei Ganztagsklassen zu übernehmen.
Bisher konnte wegen der Zweizügigkeit der Klassen zwischen Regel- und Ganztagsbeschulung gewählt werden. Ab dem nächsten Schuljahr wird jedoch nur noch eine Klasse gebildet. Die Schule will gemäß dem Willen der Mehrheit der Eltern erneut eine Ganztagsklasse im 7. Jahrgang bilden. Derzeit sei nur die Beschulung eines Schülers noch fraglich, erklärte Wenig, dieser müsse voraussichtlich in die Schule nach Regen oder Rinchnach wechseln. Die entsprechenden Schülerbeförderungskosten habe die Gemeinde zu tragen.
Konrektor Franz Grötzner betonte, dass die Regierung je Ganztagsklasse zusätzlich zwölf Lehrerstunden zur Verfügung stelle. Die Gemeinde habe sich an den Kosten einer Ganztagsklasse im Jahr mit 5000 Euro sowie den notwendigen Ausstattungskosten zu beteiligen. Diese betragen im vorliegenden Fall voraussichtlich 1500 Euro für die Beschaffung von zusätzlichen Stühlen und Bänken.
Künftig werden aller Voraussicht nach regelmäßig drei Ganztagsklassen im Mittelschulbereich in Kirchberg sein, da ab sofort laut Weisung des Innenministeriums die Einrichtung einer Ganztagsklasse bei pädagogischem Erfordernis alleine durch die Schule entschieden werden könne.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Trägerschaft für die gebundene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2011/2012 für drei Klassen zu übernehmen und den pauschalen Zuschuss in Höhe von derzeit 5000 Euro je Ganztagsklasse im Jahr zu tragen.
Gemeinderat Ertl erkundigte sich bei Grötzner nach dem vorhandenen Angebot im Bereich der M-Klassen, also der Praxisklasse in Technik und Wirtschaft/Soziales. Laut Grötzner ist in Kirchberg die Einrichtung der Zweige Wirtschaft und Soziales sowie Technik geplant. Ob für die Klassen die erforderlichen Schülerzahlen zustandekommen, stehe derzeit noch nicht fest. Alternativ sei im Rahmen des neu gebildeten Schulverbundes mit den Hauptschulen Regen und der Volksschule Rinchnach eine Unterrichtung in den entsprechenden Fächern an einem Tag an einer anderen Schule möglich. Dadurch würden die entsprechenden Beförderungskosten für die Gemeinde anfallen.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 18.07.2011






