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Die St.-Serverin-Schule zu Besuch in Kirchberg

Für Katrin Leitner ging ein Herzenswunsch in Erfüllung: Mit ihrer Klasse aus der St.-Severin-Schule in Passau konnte sie ihre ehemaligen Klassenkameraden aus der neunten Klasse der Hauptschule Kirchberg besuchen und ein Wiedersehen feiern.
Katrin Leitner, die wegen einer körperlichen Behinderung einen Rollstuhl benötigt, ging in der 5. und 6. Jahrgangsstufe in Bischofsmais zur Schule. In der siebten Klasse trennten sich die Schulwege, Katrin wechselte an die „Schule für individuelle Lebensbewältigung“ nach Passau, ihre Bischofsmaiser Freunde an die Hauptschule Kirchberg.
Bevor nun die ehemaligen Klassenkameraden nach ihrem Hauptschulabschluss in die Berufswelt entlassen werden, wollte Katrin Leitner gerne alle nochmals wiedersehen. Vierzehn Schüler und sechs Lehrer und Betreuer der St.-Severin-Schule machten sich auf den Weg nach Kirchberg. Obwohl die Begegnung als Überraschungsbesuch stattfinden sollte, begrüßte die Musikgruppe der 9. Klasse ihre Gäste mit einem spontanen Lied.
Nach einer kurzen Brotzeit und der Begrüßung durch Konrektor Franz Grötzner und Klassenlehrer Franz Stumpf stand die Besichtigung des Schulgebäudes auf dem Programm. Wegen des vorhandenen Aufzugs war dies auch für die Rollstuhlfahrer kein Problem. Vor allem das großzügige Platzangebot und die Fachräume beeindruckten die Schüler aus Passau. Die Gäste wollten auch erfahren, was an der Hauptschule alles gelernt wird. In gemischten Lerngruppen versuchten die Schüler geometrische Körper zu berechnen oder Rechtschreib-Aufgaben auf dem Niveau der Quali-Prüfung zu lösen.
Nach dieser Anstrengung wurden die Gäste zu einem Mittagessen eingeladen, das von der Schulköchin Evi Augustin köstlich zubereitet wurde. Gestärkt ging es dann zum gemeinsamen Spielen in den Pausenhof. Die Lehrer aus Passau hatten robuste Rollis mitgebracht, und die Schüler aus Kirchberg konnten in einem Wettrennen unter Beweis stellen, wie geschickt sie sich in diesen Rollstühlen fortbewegen konnten. Viel Spaß bereitete auch das Basketballspielen mit Hilfe der Rollis. Sollte es Berührungsängste zwischen den Schülern gegeben haben, so waren diese nun verschwunden. Jetzt wünscht sich Katrin Leitner einen Gegenbesuch der Kirchberger Schüler in Passau.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 23.05.2011






