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21.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Das Gartenjahr 2010

Beim jüngsten Stammtisch des Gartenbauvereins Kirchberg konnte die Vorsitzende Ilona Lang neben zahlreichen Mitgliedern auch Kreisfachberater Klaus Eder begrüßen.
Bevor Eder bei seinem Vortrag auf das Hauptthema zu sprechen kam, hielt er einen kurzen Überblick auf das, was bisher das Gartenjahr 2010 kennzeichnete. Besonders auffällig war das Wetter in diesem Jahr. Beginnend im Februar mit Kälte und sehr viel Schnee, weiter im April, der mit vielen Sonnenstunden und Wärme die Pflanzen zum Ergrünen und Blühen brachte, was aber dann im Mai und Juni durch erneuten Kälteeinbruch und Regen wieder zum Stillstand kam. Im Juli dann extreme Hitze mit Temperaturen weit über 30°C. Der August wiederum war geprägt von Dauerregen und für diese Jahreszeit zu niedrigen Temperaturen. Diese extremen Wetterkapriolen von heiß zu kalt, von trocken zu nass sind Ursachen für viele Krankheiten an Obst- und Zierbäumen, Sträuchern und Stauden.
Trotz des weniger gartenfreundlichen Wetters sind auch schöne Ereignisse im Jahr 2010 zu verzeichnen. So zum Beispiel der „Tag der offenen Gartentür“, bei dem wieder wunderschöne Gärten in unserem Landkreis zu besichtigen waren, die Eröffnung des „Bibelgartens“ in Schweinhütt, die Landesgartenschau in Rosenheim und der „Dorfaktionstag“ in Kirchberg und Zell.
Der Herbst ist für das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern auch im Bayerischen Wald die beste Pflanzzeit. So können die Pflanzen noch gut einwurzeln, bevor sie dann im Frühjahr austreiben und schon reichlich Nährstoffe benötigen. Es gilt: Containerware kann das ganze Jahr über gepflanzt werden - wurzelnackte Pflanzen kommen im Herbst in die Erde. Für die Größe des ausgewachsenen Baumes ist die Unterlage ausschlaggebend, auf die der Baum veredelt ist. Nach dem Pflanzen ist ein kräftiger Rückschnitt wichtig, da die beim Pflanzen eingekürzten Wurzeln den austreibenden Baum sonst nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen können.
Bei Beerensträuchern ist ebenfalls auf den richtigen Schnitt zum richtigen Zeitpunkt zu achten. Hier kann man mit verschiedenen Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen, die Erntezeit über mehrere Wochen hin verlängern. Beim Kauf von Vogelschutznetzen riet Eder dringend zu den im Fachhandel erhältlichen blauen Netzen, da die üblichen grünen Netze von den Vögeln oft nicht erkannt werden und sich die Tiere darin verfangen und verletzen können.
Zum Schluss zeigte Eder noch Bilder von verschiedenen Apfelsorten und zu den verschiedenen Schnittvarianten von Obstbäumen; von Obstplantagen in Südtirol, wo möglichst viele Äpfel auf kleinen Bäumen wachsen, und von Bäumen, so wie sie im Kreislehrgarten in Patersdorf stehen.