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21.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

600 Faschingsfans feiern "downtown" beim Negerball

600 Faschingsfans feiern

Kräftig feiern und Gutes tun – so hätte am Wochenende das Motto für den Negerball in Raindorf lauten können. Der Ball ist Kult, der Andrang riesig. Seit knapp 30 Jahren lädt die Eine-Welt-Runde "KiRiKi" zum Negerball. Gut 600 Faschingsbegeisterte tanzten am Samstagabend im "Downtown" in Raindorf bis tief in die Nacht für den guten Zweck: Ein Großteil des Erlöses kommt Kindern und Jugendlichen zu Gute, mehrere tausend Euro spendet "KiRiKi" heuer für ein Hilfsprojekt von Missionsschwester Lydia Pardeller in Kenia.
Das ganze Jahr über organisiert die Eine-Welt-Runde Kirchberg, Rinchnach und Kirchdorf Aktionen für die gute Sache. "Beim Negerball kommt das meiste Geld zusammen, er ist unsere größte Veranstaltung. Wir spenden einen Großteil der Einnahmen", erklärt Sprecher Klaus Lesche. Rund 10 000 Euro will KiRiKi in diesem Jahr insgesamt für Schwester Lydia aufbringen. Sie gründete in Kenia die Organisation "Hands of Care and Hope", die gegen Hunger und Not in den Slums ankämpft und versucht, armen Straßen- und Waisenkindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die Spendengelder investiert Schwester Lydia unter anderem in den Bau von Schulen, Essen für die Kinder, den Aufbau von Jugendzentrum oder in Ausbildungsplätze.
"Jugend tanzt für Afrika" hieß der Ball in den ersten Jahren offiziell. Die Besucher nannten ihn wegen der Spenden für afrikanische Länder von Anfang an kurz "Negerball" – der Name blieb bis heute. "Wir wollen aber bestimmt niemanden diskriminieren, wie es uns gerade im Internet wegen des Namens öfter unterstellt wird, ganz im Gegenteil", betont Klaus Lesche. KiRiKi bringt Geld für soziale Projekte auf und bietet jungen Leuten eine zünftige Faschingsparty.

Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 31.01.2012