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21.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Überraschungsgäste auf dem Scherm-Hof

Überraschungsgäste auf dem Scherm-Hof

Über zwanzig Wald-Vereinsmitglieder der Sektion Regen beteiligten sich dieses Jahr an der Überraschungs-Wanderung, deren "Geheimnisträger" 1. Vorsitzender Georg Pletl ist. Heuer ging es mit dem Bus nach Dösingerried. Dort begann die Wanderung zum Überraschungsziel.
Pletl führte die Wanderer bei Sonnenschein durch das Naturschutzgebiet Todtenau. Als erste Überraschung war für die Teilnehmer auf halber Wegstrecke mitten im Wald eine Teestation aufgebaut worden. Jägertee für die Erwachsenen und Kräutertee für die Kinder war bei der Kälte ein willkommener Genuss. Aufgewärmt erreichte man nach einer eineinhalbstündigen Wanderung das Überraschungsziel: der Biobauernhof von Max und Ludwig Scherm in Höllmannsried, auch "Beim Schuasta" genannt.
Die Gruppe erfuhr von Max Scherm viel Wissenswertes über seinen Schweinezuchtbetrieb mit Schusterei. Max Scherm, ehemaliger Molkereimeister, erlernte vor gut 30 Jahren das Schusterhandwerk und zog von Oberbayern in den Bayerischen Wald. In Höllmannsried baute er sich neben seiner Schusterei eine kleine Schweinezucht mit Schwäbisch-Hällischen-Landschweinen auf. Scherm ist es ein Anliegen diese alte Rasse, eine Kreuzung heimischer Schweine mit chinesischen Maskenschweinen (schwarzfarben), zu erhalten. Von der "Geburtenstation" führte Scherm die Besucher zum großen Stall mit Freiland-Auslauf und machte sie mit der ältesten Zuchtsau, der "Kathi", bekannt, die in elf Jahren an die 200 Ferkel zur Welt gebracht hat.
Neben den schwarz-weiß-gefleckten Schweinen gibt es auch noch zwei chinesische Maskenschweine, Gänse, Thüringer Waldziegen, Hühner, Katzen sowie zwei Lamas. Die Lamas sind Teil einer Tiertherapie für behinderte Kinder.  Besonders erstaunt waren die Gäste, dass der Bauer seine Tiere mit Namen ruft und diese auch darauf reagieren. Ein kleines Schauspiel war die Fütterung: An den Futtertrögen teilen sich Schwein, Ziege und Lama einträchtig das Futter.
Auch auf dem Hof von Konrad Mühlbauer in Kirchberg holten sich die Wald-Vereins-Wanderer noch Informationen zum Hofladen und seinen Produkten. Zum Abschluss stand für die Wanderer eine ausgiebigen Brotzeit bereit.

Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 27.10.2011