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21.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Putzfassade für das Dorfkulturhaus

Putzfassade für das Dorfkulturhaus

Das Dorfkulturhaus in Untermitterdorf soll eine Putzfassade bekommen. Das hat der Gemeinderat Kirchberg in seiner jüngsten Sitzung beschlossen und ist damit dem Wunsch der Pfarrei und des Roten Kreuzes gefolgt. Planer Georg Oswald hatte diese Lösung nicht favorisiert. Oswald hatte drei verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt, die geplante Holzkonstruktion zu verkleiden: Mit Holz, mit Putz oder mit waagrechten oder senkrechten Platten. Holz und Putz würden nahezu gleich viel kosten, hatte Oswald berechnet. Im Fall von Fassadenplatten wären zwar die Materialkosten höher, würden aber durch eine zügigere Installation amortisiert, so Oswalds Kalkulation.
Genau die Variante, die der Planer nicht empfahl, nämlich die Putzfassade, favorisierten in der Sitzung Pfarrer Bernhard Saliter als Vertreter der Pfarrkirchenstiftung und Stefan Hannes von der BRK-Kolonne Untermitterdorf. Aus Gründen der Optik sprachen sie sich für die Variante mit Außenputz aus, weil sie sich besser in die vorhandene Ortsstruktur einfüge. Auch die beiden Garagentore im südlichen Gebäudeteil würden sich besser in eine Putzfassade einfügen.
Saliter und Hannes argumentierten auch damit, dass künftig Anstricharbeiten auf Putz wesentlich leichter in Eigenregie durchgeführt werden könnten. Die beiden berichteten von Gesprächen mit einem großen Teil der Dorfbewohner, der ebenfalls für eine Variante mit Außenputz plädiert habe. Die Gemeinderäte diskutierten das Für und Wider der verschiedenen Varianten. Christian Wimschneider regte an, den Wunsch der Untermitterdorfer und der am Bau beteiligten Gremien zu berücksichtigen. Der Gemeinderat beschloss dann ohne Gegenstimme für das Dorfkulturhaus eine Putzfassade.
Für den Tekturplan des Gebäudes sind wegen immissionsrechtlicher Bestimmungen Umplanungen nötig, sagte Bürgermeister Alois Wenig. Planer Oswald erläuterte die Problematik und die vorgesehenen Änderungen. Es handelt sich unter anderem um eine Spiegelung des Eingangsbereichs nach Westen, um dem Immissionsschutz Genüge zu tun. Somit könnte der Eingangsbereich mit einer Treppe und Sitzstufen für Veranstaltungen genutzt werden.
Die geplanten Parkplätze an der jetzigen BRK-Garage seien vom Landratsamt genehmigt worden, informierte Oswald den Gemeinderat, der im Zusammenhang mit dem Projekt Dorfkulturhaus auch eine Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig beschlossen hat. Es handelt sich nur um eine Änderung des Geltungsbereichs in ein Dorfgebiet.
Der Gemeinderat hat ebenfalls einstimmig beschlossen, mit dem Dorfkulturhaus am Modellvorhaben "energieeffizienter Neubau" teilzunehmen. Sollte bei einer Besprechung mit der Projektleitung, die für 7. September anberaumt ist, eine Entscheidung gegen diese Maßnahme fallen, soll das Dorfkulturhaus im ursprünglich geplanten Umfang verwirklicht werden. Mit rund 20 000 Euro Mehrkosten würde das Gebäude laut Planer Oswald die Kriterien eines energieeffizienten Neubaus erfüllen. Mit Zinseinsparungen von rund 32 000 Euro und einem möglichen Sonderzuschuss von 5000 Euro sei dieser Mehraufwand rein rechnerisch wirtschaftlich.

Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 26.08.2011