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21.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Neuer Dreh fürs Dorfkulturhaus

Das Dorfkulturhaus in Untermitterdorf bekommt einen neuen Dreh. Es bleibt beim Entwurf der Architekturschmiede, dem die Mehrheit der Gemeinderäte in der September-Sitzung zugestimmt hatte (der Bayerwald-Bote berichtete). Nur wird er um 90 Grad gedreht: Die Schmalseite wird zur Straßenfront.
Architekt Georg Oswald hatte auf die Überlegungen in jener Sitzung hin diese Variante ausgearbeitet und stellte sie bei der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Abstimmung. Auch die Aufteilung der Räume ändert sich. Als Reaktion auf die Diskussion um die Wunsch-Größe des großen Saals habe man sich mit den Vereinen, die das Dorfkulturhaus nutzen wollen, noch einmal zusammengesetzt, erklärte Oswald. Das Ergebnis: Sie benötigen für ihre Arbeit doch keine eigenen Nebenräume, was den Kultursaal von bisher 80 Quadratmetern auf 93 Quadratmeter vergrößert. Zufriedene Gesichter bei den Gemeinderäten.
Wegen der Drehung seien außerdem verschiedene Abriss-Varianten möglich. Die erste: Schulhaus und Wohnhaus würden komplett abgebrochen. Dann stünde das künftige Dorfkulturhaus frei. Das „schmalere“ Dorfkulturhaus hätte aber auch neben einem der beiden bestehenden Gebäude, der alten Schule und dem Wohnhaus, Platz. „Das Wohnhaus ist der schlechtere Bauteil, die Schule durch die Aufteilung auch schwierig“, erläuterte Oswald.
Da jedoch für beide Gebäude Käufer Interesse bekundet hätten, sei dies für die Gemeinderäte möglicherweise ein Vorteil. Doch Oswald dämpfte die Euphorie. Abriss oder nicht, „das macht eventuell 10 000 Euro Unterschied“. An den Kosten in Höhe von 685 000 Euro, denen die Räte in der vorhergehenden Sitzung zugestimmt hatten, ändere sich praktisch nichts. Schließlich seien darin die Abriss-Kosten für beide Gebäude miteinberechnet gewesen, ebenfalls die Zuschüsse für den Abbruch und den Neubau. „Dann können wir auch den Pausenhof lassen, wie er ist“, ergänzte Bürgermeister Alois Wenig einen weiteren Vorteil.
Die Abriss-Frage müsse nicht sofort geklärt werden, so Oswald. Damit die Förderanträge fertig gemacht werden könnten, müssten die Räte vorrangig über die gedrehte Variante entscheiden. Sie stimmten bei einer Gegenstimme zu. Die Gemeinde wird nun bei den Interessenten nachfragen, ob sie die Gebäude immer noch kaufen wollen.



Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 14.10.10