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Mini-Musical beim Frühlingsfest der St.-Gotthard-Volksschule
Ein kleines Lächeln macht die traurige Prinzessin wieder froh
Dieser Frühling mit den lausigen Temperaturen und dem Dauerregen hatte der Prinzessin die Stimmung völlig verdorben. Nichts konnte ihre schlechte Laune vertreiben. Besserung brachten schließlich die Darbietung der Schüler beim Frühlingsfest in der Aula der St.-Gotthard-Volksschule. Nicht nur das königliche Kind in der Aufführung des als Mini-Musical umgesetzten Märchen von der traurigen Prinzessin konnte am Schluss wieder lachen.
Auch die vielen Besucher gingen gut gelaunt nach Hause. Sie hatten ein 90-minütiges, abwechslungsreiches Programm gesehen, das musikalische und sportliche Höhepunkte am laufenden Band bot.
Das Rezept für die gelungene Mischung verriet Konrektor Franz Grötzner den Gästen schon bei der Begrüßung und stellte damit auch gleich die Vorzüge der Volksschule mit neun Jahrgangsklassen heraus: "Man nehme Hauptschüler und lasse sie zeigen, was in ihnen steckt. Man nehme Grundschüler und lasse sie tanzen, spielen und singen. Und schließlich braucht man dazu noch ein aktives, engagiertes Kollegium."
Ehrengäste hatten sich schon vorher auf den Gängen und Fachräumen ein Bild darüber machen können, was die praxisorientierten Hauptschüler zu leisten imstande sind. Nicht schlecht staunte da sogar mancher Fachmann über den gelungenen Ausbau des Mittagsraumes zu einer "mediterranen Trattoria", den die Ganztagesklasse mit ihrem Lehrer Markus Rösle in Eigenregie ohne externe Unterstützung ausgeführt hatte. Fachlehrerin Maria Bayerl informierte über das weitgestreute Spektrum der Schüleraktivitäten im HsB-Bereich. Zudem konnte jeder Besucher an den Verkaufständen die Eigenprodukte testen.
Über 200 Schüler taten dann bei der Aufführung des Mini-Musicals nach Kräften alles, um die traurige Prinzessin (gespielt von Sarah Marhold) aufzuheitern; war ja die märchentypische Belohnung, welche der König (gespielt von Marco Hagengruber) für denjenigen, der seine Tochter wieder zum Lachen bringt, recht vielverheißend. Zunächst versuchte es das Akkordeonorchester in großer Besetzung mit Kindern vor allem aus den ersten und zweiten Klassen und Hauptschülern unter der Leitung von Tanja Wenzl und Lieselotte Hackl.
Die zweiten Klassen (Lieselotte Hackl und Renate Sima) wollten mit dem Angebot von exquisiten Delikatessen die Prinzessin aufmuntern. Lustige Verkleidung zieht immer, dachten sich die Kinder der 1b (Christine Augustin) und hofften so, den königlichen Lohn zu erringen.
Als Orff-Orchester trat die Klasse 3c (Uta Ernst)an, um mit Sang und Klang zu punkten. Mit Tänzen wollten die Gruppen aus der 6a und den neunten Klassen (Antonie Ertl und Susanne Grüninger) dem Königskind neuen Schwung verleihen.
Nikola und Jan Loibl versuchten ihr Glück mit einem klassischen Balettvortrag.
Auch Sport befreit von schlechter Laune. Das versuchte die Klasse 4b (Lieselotte Hackl und Johann Probst) mit Ballspielen und gymnastischen Übungen zu Hits von ABBA zu erreichen.
Kinder gefallen Gruselgeschichten. Also probierte es die 3a (Stefanie Stadler) damit, den Gemütszustand der Prinzessin zu verbessern.
Einen letzten Versuch, das immer noch missgestimmte Kind aufzuheitern, unternahm schließlich die 1a (Anita Braun-Mannl). Zwar lösten die Erstklässler mit dem Mülltonnen-Son "Manna-Manna" große Heiterheit im Publikum aus, die Prinzessin aber blieb weiter unbeeindruckt.
Dass die Geschichte doch noch ein Happy-End hatte, verdankte sie einem jungen Mann (gespielt von Xaver Weber) als stillen Beobachter des ganzen Geschehens. Allein mit einem kleinen Lächeln brachte er die Prinzessin nicht nur zum Lachen, er eroberte damit auch ihr Herz. Diese Stimmung aus fröhlicher Gelöstheit und tiefen Gefühlen zueinander brachte Sonja Pletl mit ihren Begleitsängerinnen Verena Friedrich und Sabrina Fürst im Lovesong "I`ll be there" wirkungsvoll zum Ausdruck.
Als Herold sorgte Tamara Schiller mit dem Jagdhorn dafür, dass die Kunde vom Gemütszustand der Prinzessin im Land verbreitet wurde.
"Rapper" aus der 3b hatten jeweils die Auftritte der Gruppen angekündigt.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 26.05.2010






