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18.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Kirchberg putzt sich heraus

Kirchberg putzt sich heraus

Jahrhundertelang ist in Kirchberg Trinkwasser aus Quellen des Kirchenberges genutzt worden, um die Häuser im Bereich der Regener Straße zu versorgen. In den vergangenen Jahren versickerte das fließende Wasser jedoch ungenutzt im Straßengraben. Das wollte Anna Pauli, eine Anliegerin der Regener Straße, ändern: Sie gab den Anstoß zum Bau eines Brunnens. Denn im Rahmen der Baumaßnahme der Straßensanierung hätte an dieser Stelle das Wasser sowieso aufgefangen werden müssen.
Die Gemeinde zeigte sich aufgeschlossen, falls vom Grundstückseigentümer Konrad Mühlbauer die notwendige Fläche zur Verfügung gestellt würde. Der hatte keine Einwände, dem Brunnenbau stand nichts im Wege. Aus Naturstein, der bei den Arbeiten für die Wasserversorgung unter dem Fußweg entfernt werden musste, wurde der neue Brunnen gebildet. Der Zulauf zum Brunnen wurde aus Granit gestaltet. Über den Stein wird das Wasser zum Abfluss geleitet.
Der Grundstücks-Angrenzer Josef Frisch war angesichts dieser Neuerung auf die Idee gekommen, auch die vorhandene Fläche neben dem Brunnen zu gestalten und dort eine Sitzgruppe aufzustellen. Bürgermeister Alois Wenig kümmerte sich um einen Tisch und zwei Bänke, der Bauhof stellte sie nach Planierung der Fläche auf.
Zu einer kleinen Übergabe-Stunde luden schließlich Josef und Brigitte Frisch ein. Bürgermeister Wenig dankte bei der Gelegenheit den Anliegern der Regener Straße, Josef und Brigitte Frisch, Anna Pauli und Erich Mühlbauer sowie Konrad und Traudl Mühlbauer für die Bereitstellung des Grundstückes. Mit einfachen Mitteln und Unterstützung der Anwohner habe man einen kleinen Teil dazu beigetragen, die Ortseinfahrt von Kirchberg etwas freundlicher zugestalten, so Wenig.
Josef Frisch bereitete für alle noch ein Glasmacher-Schöpfkellenfleisch nach alten Glasmacherrezept zu. Alle waren sich einig, dass man selbst einiges zur Verschönerung seines Ortes beitragen kann, und dass man nicht nur Forderungen an die Gemeinde stellen sollte.

Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 01.09.2011