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18.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Imker werben für Blumenwiesen

Imker werben für Blumenwiesen

Im Kirchberger „Haus der Bienen“ trafen sich die Mitglieder des Imkervereins Regen zu ihrer diesjährigen Winterversammlung. Zu Gast war auch Bürgermeister Alois Wenig.

Er berichtete den Imkern, dass im „Haus der Bienen“ nach einem Gemeinderatsbeschluss nun auch geheiratet werden könne. Einer der Anwesenden kommentierte das mit der Bemerkung: „Angesichts des hohen Durchschnittsalters in Imkerkreisen ist das wohl für die zweite oder dritte Eheschließung gedacht.“

Wenig lobte in seinem Grußwort den letztjährigen Vortrag von Rupert Mayr und bedankte sich für die Unterstützung beim Dorfaktionstag 2010. Sodann stellte der Bürgermeister einen Birnenbrand mit Honigzusatz vor, der künftig als Geschenk der Gemeinde zu feierlichen Anlässen überreicht werden soll. Ebenso wie der 1. Vorsitzende des Imkervereins, Gerhard Kronschnabl, regte Wenig eine bessere Wertschätzung der Imkerprodukte in den eigenen Reihen an. Honig und Honigprodukte seien als ein hochwertiges Geschenk anzusehen. Als Dankeschön für die Unterstützung durch Mitglieder und Verein überreichte Wenig an den 1. Vorsitzenden einen Comicfilm für Kinder über Bienen.

In seinem Bericht appellierte Kronschnabl an die derzeit 84 Mitglieder, dem Verein treu zu bleiben, auch wenn man keine Bienen mehr habe. Mitglied bei den Imkern zu sein bedeute eine Lebenseinstellung, Verbundenheit mit der Natur und einen Beitrag zum Naturschutz. Enttäuscht zeigte sich Kronschnabl über den Besuch beim Imkerstammtisch an jedem letzten Donnerstag im Monat.

Als wichtige Aufgabe im Anbetracht der landwirtschaftlichen Nutzung der Wiesen und dem damit verbundenen Ausbleiben der Wildblüten bezeichnete Kron-schnabl die Anlage von Blumenwiesen. Die schönen, vielfältigen und farbenprächtigen Blütenpflanzen sind über Monate nicht nur Nahrung für Bienen, Insekten und Schmetterlinge, sondern auch Augenweide für die Menschen. Beim 1. Vorsitzenden kann man ein für unsere Gegend geeignetes Saatgut erwerben.

Auch rund um das „Haus der Bienen“ soll heuer eine Fläche für Wildblumen umgebrochen werden. Und Bürgermeister Wenig sicherte das Aussähen von Blumenwiesensamen auch auf Gemeindegrundstücken zu.

Kreisvorsitzender Franz Rothkopf kündigte für heuer einen Züchterkurs an. In den zehn Ortsvereinen im Landkreis sorgen 408 Imker für 3500 Bienenvölker. In die Belegstelle Racheldiensthütte wurden im vergangenen Jahr 1200 Königinnen gebracht und zu 87 Prozent erfolgreich begattet. Weiter erwähnte Rothkopf, dass Bauern, die das Bienengift Santana anwenden, spätestens zwei Tage vor Anwendung alle Imker mit Völkern, die sich näher als 60 Meter an den Feldern befinden, informieren müssen. Schäden bei Bienen, die durch Anwendung von Spritzmitteln entstanden sind, werden seit heuer durch die Versicherung reguliert, wenn sie innerhalb von drei Tagen an den Kreisvorsitzenden gemeldet werden.

Mit der Einladung zum Niederbayerischen Imkertag in Pfarrkirchen am 15. Mai und dem Appell „Nicht unterkriegen lassen!“ verabschiedete der 1. Vorsitzende die Anwesenden.



Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 07.02.2011