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Eine Schule verteilt auf drei Häuser

560 Volksschüler werden in Regen, Rinchnach und Kirchberg aktuell unterrichtet. Sie gehen zwar in drei unterschiedliche Gebäude, aber in eine Schule − die Mittelschule im Schulverbund Regen-Kirchberg-Rinchnach (RKR). Seit gestern ist der Name offiziell: Bei einer Feierstunde in der Regener Turnhalle hat Schulamtsdirektor Werner Grabl die Ernennungsurkunden der Regierung an die Bürgermeister Ilse Oswald, Alois Wenig und Michael Schaller sowie die Schulleiter Karl-Heinz Tesar, Regen, Gabi Weikl, Kirchberg und Bernhard Schell, Rinchnach überreicht. Weil auch Bischofsmais zum Verbund gehört, war auch Bürgermeister Walter Nirschl zu Gast. Die Vertreter der weiteren Verbund-Gemeinden Kirchdorf und Langdorf hatten sich entschuldigt. Weitere Gäste waren die Schülersprecher Michael Pfeffer (Regen), Manuel Hartl (Kirchberg) und Timo Artmann (Rinchnach) sowie die Elternbeiratsvorsitzenden Silvia Kappenberger (Regen), Xaver Schwinghammer (Kirchberg) und Christian Vogel (Rinchnach).
Welche Inhalte hinter dem Begriff "Mittelschule" stecken, bekamen die Besucher in Theorie und Praxis erklärt − in Form eines Interviews, das eine rasende Reporterin (Sabrina Loibl) mit einem allwissenden Akademiker (Dominik Brunner, beide 10. Klasse) führte, durch die Erklärungen von Schulamtsdirektor Werner Grabl und in Form von Schüler-Vorstellungen, die vor Augen führten, wie Volksschüler im Jahr 2011 gefordert und gefördert werden. Ganztagsbetreuung, Förderstunden, digitales Lernen, Kontakte mit Betrieben und der Berufsschule, Schülerzeitung, Theater, Wettbewerbe − auf solchen Säulen steht die Mittelschule, die Grabl eine "Schule für Praktiker mit Grips" nannte. "Ihr habt eine sehr gute Schulart gewählt", versicherte Grabl den Schülern und machte ihnen Mut: "Ihr werdet Mangelware. Euch stehen alle Türen offen, auch zum Studium".
Keinen auf dem Weg zum Abschluss verlieren, mit diesem Ziel will die Mittelschule laut Verbundkoordinator Karl-Heinz Tesar auch künftig arbeiten. Allgemeinbildung, Berufsorientierung und Persönlichkeitsentwicklung, darum gehe es auf einer Mittelschule. Die Zusammenarbeit im Verbund sei bisher problemlos gewesen, "wir hatten aber auch keine andere Wahl", sagte Tesar.
"Machen wir das Beste draus", forderte auch Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald. Die Voraussetzungen seien nicht schlecht: "Wir sind Nachbarn und mögen uns".
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 21.10.2011






