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Detektorbauer Mesutronic wird noch internationaler

Die Rückgänge von 2009 sind überwunden; das Kirchberger Unternehmen Mesutronic Gerätebau, das Metallerkennungstechnik entwickelt, herstellt und vertreibt, ist wieder auf Rekordkurs, wie Firmenchef Karl-Heinz Dürrmeier mitteilt. Und die Expansion solle weitergehen, indem vor allem der Export nach Asien und Amerika ausgebaut wird.
„Auf den klassischen europäischen Märkten ist eine gewisse Sättigung erkennbar“, stellt der geschäftsführende Gesellschafter Dürrmeier (52) fest. Doch weitere Chancen gebe es in Asien. International produzierende Nahrungsmittelkonzerne hätten in ihren Werken insbesondere in China nach wie vor großen Bedarf an Metall-Überwachungssystemen. Mit dem wachsenden Wohlstand steige auch in Asien die Nachfrage nach Convenience-Lebensmitteln und damit industrieller Fertigung von Nahrungsmitteln. Mesutronic wolle dies nutzen. Gut vertreten sei das Unternehmen aus dem Bayerwald auch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die aktuelle Exportquote des 1993 mit fünf Mitarbeitern gegründeten Unternehmens gibt Dürrmeier mit 64 Prozent an. Heute sei die Firma mit Service- und Vertriebsbüros in über 40 Ländern vertreten.
Basis für den Expansionskurs ist laut Firmenchef die rasche Erholung des Unternehmens, das aktuell rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. 2010 sei ein Umsatz von 11,2 Millionen Euro erzielt worden; 24 Prozent mehr als 2009 − und sogar 7,7 Prozent mehr als im guten Vorkrisenjahr 2008 (damaliger Umsatz: 10,4 Mio. Euro). „Wir profitieren vom sich auflösenden Investitionsstau der Industrie“, erklärt Dürrmeier. Für 2011 rechnet er mit weiteren Steigerungen.
Dabei hatte sich auch der Metallerkennungstechnik-Hersteller − nach jahrelangen Umsatzsprüngen − der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 nicht entziehen können. Es habe Kurzarbeit gegeben, aber es sei niemand entlassen worden. Auf die sprunghaften Auftragseingänge im Frühjahr 2010 habe somit sofort reagiert werden können.
Und die Perspektiven seien gut. Der Trend zu mehr Convenience-Produkten in der Küche komme den Metallerkennungstechnik-Entwicklern besonders entgegen. Handelsketten hätten den industriellen Nahrungsmittelproduzenten Qualitätsvorgaben gemacht, die nur mit Geräten zur Fremdkörpererkennung wie Metalldetektoren, Metallseparatoren oder Röntgenscannern erfüllt werden könnten, so Dürrmeier. Viele Linien für verpacktes Fleisch, verpackte Wurst oder Salate seien erweitert und nachgerüstet worden. Der Lebensmittel- und Pharmabereich trage mit rund der Hälfte des Umsatzes zum Wachstum von Mesutronic bei. Kunststoff, Textilien und Holz seien ebenfalls Einsatzfelder für Metalldetektoren aus dem Bayerischen Wald.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten (Heimatwirtschaft) vom 26.05.2011






