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18.05.2012 - Sie sind hier: Aktuelles - Nachrichten

Bienen: Kein Blütenhonig, aber viele Schwärme

Bienen: Kein Blütenhonig, aber viele Schwärme

Wenig Erfreuliches gab es für die gut 30 Imker auf der Sommerversammlung des Imkervereins Regen im Haus der Bienen in Kirchberg i. Wald zu hören: 1. Vorsitzende Gerhard Kronschnabl berichtete vom verregneten Mai, in dem die Bienen kaum Blütenhonig sammeln konnten. Stattdessen entwickelte sich eine gewaltige Schwarmstimmung in den Bienenvölkern, die sich an den wenigen sonnigen Tagen entlud.
Der Regen während der Obstbaumblüte schränkte die Bestäubungstätigkeit der Bienen stark ein, so dass heuer nur eine mäßige bis schlechte Obsternte zu erwarten ist. Nach wie vor aktuell ist das Eintreten der Imker für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und gegen das Pflanzenschutzmittel "Santana" bei der Maisaussaat. Die Empörung unter den Imkern ist groß. Nachdem 2008 durch den Wirkstoff Clothianidin ein großes Bienensterben einsetzte, was zum Verbot des Beizmittels Poncho Pro führte, hat nun das Bundesamt für Verbraucherschutz eine Ausnahmegenehmigung für "Santana" zur Bekämpfung des Drahtwurms im Mais erteilt - ebenfalls mit Clothianidin. Das Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg stoppte das Mittel, Bayern erlaubte es. Dieses Verhalten wurde von den Imkern mit einer Unterschriftenaktion für die Aussetzung der Sondergenehmigung von "Santana" beantwortet.
Erfreuliches berichtete der Kreisvorsitzende Franz Rothkopf: In der Belegstelle Racheldiensthütte wurden unter tatkräftiger Mithilfe zahlreicher Imker eine neue Wasserleitung verlegt und Wege instand gesetzt. Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl stiftete einen Wassergrand.
Die Imker nehmen am Auszug zum Gotthardfest am 2. Juli 2010 teil, beim Dorfaktionstag in Kirchberg i. Wald am 25. Juli 2010 werden im "Haus der Bienen" Führungen stattfinden, mit Kindern werden Kerzen gebastelt, es gibt Honigbrote, Kaffee und Kuchen. In den Ferien lädt der Imkerverein Kinder zu einem spannenden Nachmittag ins "Haus der Bienen" ein.
Gerhard Kronschnabl empfiehlt allen Mitgliedern und Naturliebhabern, wenigstens kleine Teilflächen im Garten als Blumenwiese anzulegen. Geeignetes heimisches Saatgut für solche Blumenweiden gibt es beim 1. Vorsitzenden. Zum Abschluss appelierte Kronschnabl an die Ehre der Anwesenden, mit der Imkerei nicht nachzulassen, neue, gesunde und kräftige Völker aufzubauen und den Kopf nicht hängen zu lassen. Denn in den vergangenen Tagen haben die Bienen vereinzelt Waldhonig gesammelt. Bei günstiger Witterung könnten die leeren Honigeimer doch noch aufgefüllt werden.
Übrigens: Seit kurzer Zeit ist der Internetauftritt des Kreisverbandes Regen freigeschaltet: www.imker-kreisverband-regen.lvbi.de


Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 24.06.2010