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Bayerischer Gesundheitspreis geht nach Kirchberg

Der „Bayerische Gesundheitspreis“ 2010 geht nach Kirchberg - zumindest zu einem Drittel. Die Krankenkasse Vereinigte IKK und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns haben den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben, und zwar in drei Kategorien. Dr. Wolfgang Blank hat in der Kategorie „Versorgungslücke Land“ am Donnerstag den Sieg geholt.
Der Kirchberger Facharzt für Allgemeinmedizin und Innerer Medizin hatte das von ihm entwickelte Modell „Lebensqualität im Alter“ (LiA) zum Wettbewerb eingereicht. Von der Jury wurde es als „Leuchtturmprojekt mit Vorbildcharakter“ gelobt. Sie war von dem interdisziplinären Versorgungsprojekt für ältere Menschen in der Gemeinde Kirchberg schnell überzeugt. Blank darf sich über 4000 Euro freuen. Er will mit diesem Geld zwei wohltätige Projekte in Guatemala und Indien unterstützen.
Die Juroren begründeten ihre Entscheidung damit, das Projekt helfe den Senioren nachhaltig, so lange wie möglich ihre Beweglichkeit und ihre Selbstständigkeit in ihrem gewohnten sozialen und räumlichen Umfeld zu erhalten. Wichtigster Bestandteil ist ein sektorübergreifendes Gesundheitsnetzwerk, das durch den Hausarzt gesteuert wird. Monatlich wird ein fachübergreifender Therapieplan erstellt, ebenfalls gibt es monatlich Teambesprechungen zur Anpassung der Therapie und Analyse der Fortschritte, zu denen auch die Angehörigen eingeladen werden.
Die beiden anderen Siegpreise vergab die Jury in den Kategorien „Patient als Partner“ und „Vorsorgen statt Versorgen“. 54 Bewerber hatten Projekte eingereicht
„Der Bayerische Gesundheitspreis würdigt herausragende Projekte im ambulanten ärztlichen Bereich“, erklärt Josef Mirbeth, Regionaldirektor der Vereinigten IKK für Niederbayern-Oberpfalz. Er soll künftig jährlich ausgeschrieben werden. Und Dr. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der KVB, hofft, dass es mit dem Bayerischen Gesundheitspreis neben den Preisträgern weitere Gewinner gibt: Die Patienten. „Denn sie profitieren von den innovativen Impulsen, die diese Projekte geben - auch überregional“.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 16.10.2010






