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Abschlussschüler harmonisch

In einem besonderen Rahmen feierten an der Volksschule Kirchberg 15 Burschen und 13 Mädchen ihren letzten Schultag und somit das Ende ihrer Volksschulzeit. Über 90 Prozent schafften mit Erfolg die Prüfungen zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss, sechs von ihnen hatten vor dem Komma sogar eine Eins stehen. Die harmonische und schöne Feier zeigte den Anwesenden aber nicht nur die guten Leistungsergebnisse, sondern brachte auch zum Ausdruck, dass sich die Entlassschüler in ihrer Klasse wohl fühlten und die Schulfamilie für sie einen besonderen Wert darstellte.
Was nicht selbstverständlich ist, erfüllte umso mehr alle Mitwirkenden an der Schule und insbesondere Schulleiter Konrektor Franz Grötzner und Klasslehrer Franz Stumpf mit Freude. „In der Schule war es schön“, antworteten die Entlassschüler spontan im Chor auf die überraschend gestellte Frage des Bischofsmaiser Bürgermeisters Walter Nirschl beim Grußwort. Weitere Grußwortredner waren der Kirchberger Bürgermeister Alois Wenig, Schulrätin Heidemarie Horenburg und Christian Loibl für den Förderverein und Elternbeirat der Schule. Sie alle brachten zum Ausdruck, dass Entlassschüler der Hauptschule dringend gebraucht werden und nicht im zweiten oder gar dritten Glied stehen. Dennoch ihr Rat: „Die Grundlagen und Grundwerte sind vermittelt, entscheidend für eueren weiteren erfolgreichen Lebensweg ist, dass ihr nun in der größeren Selbstständigkeit weiterhin mit Fleiß und Charakter die Herausforderungen annehmt. Lernen ist nicht zu Ende!“
Wesentlich zur schönen Entlassfeier trug auch das musikalische Rahmenprogramm bei, das die Schüler selbst darboten. Instrumentalstücke und Gesang trugen Sonja Pletl, Anna Zaglauer und Alexander Götz vor. Die Klasse trat mehrmals als Chor auf und gestaltete auch den Dankgottesdienst aktiv mit. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von Klasslehrer Franz Stumpf, Lehrerin Lieselotte Hackl und Musiklehrerin Tanja Wenzl.
Den Gottesdienst in der Kirchberger Marienkapelle, bei dem auch die Eltern anwesend waren, zelebrierten Pfarrer Bernhard Saliter und Diakon Alfons Kopp. Aus dem Osterevangelium übertrug Pfarrer Saliter die Situation der Gottesmutter Maria vor dem leeren Grab in unsere Welt: „Die Wirklichkeit sehen und erkennen, Steine und Sorgen aus dem Leben wegwälzen und mit der Kraft des Glaubens wieder neu aufbrechen“, gab der Geistliche den Jugendlichen mit auf den Weg.
In der festlich geschmückten Kirchberger Schulaula erhielten die Schüler dann ihre Zeugnisse im Beisein der Eltern und Ehrengäste, unter denen auch der frühere Rektor an der Schule Rudolf Wagner, der Bischofsmaiser Rektor Josef Weinhuber und sein Nachfolger Konrad Stündler waren. Konrektor Franz Grötzner und Klasslehrer Stumpf nutzten in ihren Reden die Gelegenheit zum Dank an die Eltern für die Unterstützung der schulischen Arbeit: „Es war stets ein Miteinander zum Wohle und Erfolg der Kinder. Das erleichtert die Arbeit wesentlich.“
Klasslehrer Stumpf ging auf den Balanceakt der Erziehung ein und zeigte einerseits Nachsicht und Verständnis für jugendlichen Übermut. Erziehung erfordere aber ebenso klare Grenzen, die es zu erkennen und zu beachten gilt. Über allem müsse aber die menschliche Seite der Schule stehen. Schulleiter Grötzner griff das Zitat auf „Das Fieber der Jugend hält den Rest der Welt auf Normaltemperatur“ und ermunterte die Jugendlichen ihren Mut und ihre Begeisterung zu behalten. „Ihr seid ein bedeutender Baustein für eine funktionierende Gesellschaft, lasst euch aufbauen und baut auch selbst immer wieder andere Menschen auf“, so Grötzner.
Ein dickes Lob für die Schule, das Schulleben und ihren Lehrer hatten die beiden Schülersprecher Lisa Friedrich und Manuel Mühlbauer in ihrer Rede parat. Couragiert trugen sie ihren Dank vor und freuten sich im Namen der Klasse über die erlebte Gemeinschaft und ihre Abschlussfahrt nach Kroatien.
Schulleiter und Klasslehrer überreichten dann die Zeugnisse. Mit Präsenten von der Gemeinde wurden die fünf Klassenbesten ausgezeichnet: Anna Zaglauer (1,66), Manuel Mühlbauer (1,77), Tobias Schneider (1,83), Josef Ruderer (1,83) und Sonja Pletl (1,88). Beim abschließenden Lied „Nehmt Abschied Brüder“ formte sich die Klasse mit ihrem Lehrer an den Händen zum Kreis und bei manchen mischte sich in die Freude über den erfolgreichen Abschluss auch Trauer über den Abschied. Mit einem gemeinsamen Essen in der Schule wurde die Schulentlassfeier abgeschlossen.
Bericht aus dem Bayerwald-Boten vom 27.07.2011






